Schützengesellschaft 1514 Waidhofen/Y.

:: Allgemeines über den Schießsport

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Allgemeines über den Schießsport

Körper und Geist

Oberstes Ziel des Sportschützen ist es „in’s Schwarze zu treffen“. Wesentlich ist dabei ein Einklang von Körper und Geist innere Ruhe und Körperbeherrschung. Guten Schützen gelingt es durch mentales Training sich vollkommen von Tagesgeschehen und äußeren Einflüssen abzuschotten und sich voll auf das Schießen zu konzentrieren. Dies setzt körperliches aber auch mentales Training voraus.

Ausrüstung

Gewehre und Pistolen werden nach Feuerwaffen und Luftdruckwaffen (besser: „Druckluftwaffen“) unterteilt, je nach der Art, welche Munition verwendet wird. Luftdruckwaffen sind durch die relativ geringe Bewegungsenergie von unter 7,5 Joule von waffenrechtlichen Bestimmungen befreit.
Seit einigen Jahren werden vermehrt Pressluft oder CO2-Waffen eingesetzt, die dem Schützen das mühselige Spannen der Waffe ersparen sollen und zudem zu einer ruhigeren Schussabgabe verhelfen. Anders als bei den „Schießbudengewehren“ auf Volksfesten wird bei Luftdruckwaffen nicht mit Kugeln, sondern mit so genannten Diabolos mit 4,5 mm Durchmesser geschossen, die eine geradere Flugbahn und ein sauberes Einschussloch garantieren.
Auf unserem Schießstand in Waidhofen stehen Vereinsgewehre und Pistolen mit Pressluftkartuschen oder CO2-Kartuschen für Anfänger und Gäste zur Verfügung.

Jugend

Die Schützengesellschaft 1514 ist zwar der älteste Verein der Stadt Waidhofen, aber eine aktive Jugendmannschaft verpasst dem Verein eine erfrischende Verjüngungskur.  Der Verein bemüht sich durch engagierte Jugendbetreuung junge Menschen für den Schießsport zu begeistern und freut sich inzwischen eine viel versprechende Schülermannschaft aufstellen zu können. Die Jugendlichen im Alter von 13-16 Jahren werden von geschulten Trainern betreut und können sich mittlerweile auch bei Wettkämpfen auf Bezirks- und Landesebene behaupten.
 
Die Aktivitäten des Vereins werden auch auf Landesebene durch Trainingslager und gemeinsame Wettkämpfe unterstützt. Der Landesverband der Schützen legt seinen Focus dabei auf die mentale Schulung der Jugendlichen. Ähnlich wie das Bogenschießen fördert das Präzisionsschießen mit dem Luftgewehr die Konzentrationsfähigkeit und Körperbeherrschung und erzieht den Schützen dazu, seine eigenen Fehler zu kontrollieren und sich im fairen Wettkampf mit dem Mannschaftsgegner zu messen. Gleichzeitig werden die Schüler mit den historischen Traditionen der Schützengesellschaft vertraut gemacht. Sie erleben sich selbst als Mitglied einer Vereinigung, die auf eine bedeutende über 500jährige Geschichte zurückblicken kann und trotzdem als moderner Sportverein herausragende sportliche Leistungen auf Bezirks- und Landesebene erzielt.

Schützenkönig

Der Titel Schützenkönig stammt aus der Tradition des Schützenwesens. Einmal im Jahr wird der beste Schütze ermittelt. Dabei wird nicht die Ringwertung sondern die Teiler- oder Blattlwertung eingesetzt.
Dies ist die traditionelle Wertung für Preisschießen aller Art sowie zur Ermittlung der Schützenkönige. Bewertet wird bei diesem Wettbewerb der beste „Teiler“, d.h. der Treffer, der am nächsten dem Zentrum der Scheibe kommt. Gemessen wird dabei der Abstand des Schusslochs zum Mittelpunkt der Scheibe in 1/100mm. Das heißt, ein 0,0-Teiler sitzt exakt in der Mitte, ein 100-Teiler ist 1mm außer der Mitte.
Bei diesen winzigen Abweichungen versteht sich, dass ein perfekter Schuss oft eine Glücksache ist. Den Gegensatz dazu zeigt die „Ringwertung“. Hier werden die geschossenen Ringe von 10, 20 oder 40 Scheiben händisch, mit Messdorn/Schusslochprüfer oder mit Ringlesemaschinen zusammengezählt.
Schützenkönige werden in Waidhofen jedes Jahr in beiden Disziplinen Luftgewehr und Luftpistole ermittelt.
Die bei der „Königsproklamation“ frisch gekürten Könige werden am einem darauffolgenden Sonntag mit einer Salutsalve geehrt, dürfen das übrige Königsvolk zum „Königsfrühstück“ einladen und ein ganzes Jahr den Verein bei Schützenfesten und Umzügen würdig vertreten.
 
Zielscheiben und Auswertung
 
Geschossen wird auf Ringscheiben (für Pistole 17 x 17 cm für Luftgewehr 10 x 10 cm oder neuerdings auf Streifen mit 7 x 36 cm). Auf die Scheiben sind Ringe gedruckt, je näher der Schuss in der Scheibenmitte platziert ist, desto mehr „Ringe“ erhält der Schütze.
 
Ausgewertet wurden die abgegebenen Schüsse früher mit dem bloßen Auge oder mit einem „Schusslochprüfer“ genannten Prüfdorn. Zusätzlich gab es feinmechanische Präzisionsmessgeräte, um den Abstand des Treffers von der Scheibenmitte auszuwerten. Diese mechanischen Messeinrichtungen werden heute durch elektronische Auswertemaschinen abgelöst, die auf 1/100 mm Genauigkeit mit Computer verbunden auch Trefferbilder über mehrere Serien erlaubt.
Seit einigen Jahren kommen immer öfter auch „elektronische Scheiben“ zum Einsatz. Bei diesen übernimmt eine Elektronik die Auswertung der Schüsse. Die Trefferaufnahme erfolgt akustisch und/oder optisch. Es wird nicht mehr auf herkömmliche Papierscheiben geschossen. Der Schütze bekommt sofort nach jedem Schuss das Ergebnis auf einem kleinen Monitor angezeigt. Gleichzeitig kann das Ergebnis auch dem Publikum über große Bildschirme gezeigt werden. Da diese elektronischen Scheiben noch ziemlich teuer sind, kommen sie zurzeit nur bei großen Meisterschaften zum Einsatz.
In einigen Disziplinen wird zur Ermittlung des Siegers zusätzlich das sogenannte Finalschießen veranstaltet. Das Finalschießen wurde in erster Linie eingeführt, um den Schießsport für Zuschauer attraktiver zu gestalten. Dabei schießen die ersten 8 Platzierten nochmals 10 Schuss. Anders als beim Vorkampf werden die Treffer jedoch sofort nach jedem Schuss ausgewertet und öffentlich bekannt gegeben. Außerdem wird jeder Ring auf der Scheibe nochmals in 10 Ringe unterteilt, so dass Schusswerte von 0,0 bis 10,9 auftreten können. Das Finalergebnis wird zum Vorergebnis addiert und bestimmt die endgültige Reihenfolge. Die Auswertung kann hierbei nur maschinell erfolgen (Ringlese- oder Teilermessmaschine, elektronische Scheibe). 

 

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